Theaterstück
Tariqs Auftrag
Ein minderjähriger Afghane träumt auf dem Weg nach Europa von einem besseren Leben. Seine Reise endet tragisch – doch eine Aufgabe bleibt.

Das Stück
Tariq hat Afghanistan allein verlassen. Über Pakistan, Iran, die Türkei und Griechenland gelangt er bis zur Fähre nach Italien. Zwischen Hoffnung und Angst stellt er sich vor, wie Europa aussehen könnte und ob dort ein Platz für ihn sein wird.
Die Frau, die ihm auf der Bühne begegnet, wird zur Erzählerin, Zeugin und Gegenstimme. In einem konzentrierten Zweipersonenstück entsteht das Bild eines jungen Menschen, der schon viel zu früh um sein Überleben kämpfen muss. Kurz nach der Überfahrt endet Tariqs Leben unter einem Lastwagen. Seine Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.
Von der Erzählung zur Bühne
Grundlage des Theaterstücks ist die Erzählung Tariqs Auftrag von Antonio Umberto Riccò. Die Dramatisierung und Regie übernahmen Luise Rist und Nina de la Chevalerie. Damit wurde aus der literarischen Vorlage eine mobile Inszenierung für Schulen, Akademien und Theater.
Es spielten Franziska Aeschlimann als „Die Frau“ und Elijah als Tariq. Das Bühnenbild entwarf Anna-Katharina Henning; Video und Sound verantwortete Reimar de la Chevallerie.
Das Projekt
Die Uraufführung fand am 27. Oktober 2010 im Theatermuseum Hannover statt. Das Göttinger boat people projekt realisierte die Produktion und verband die Vorstellungen mit Gesprächen und pädagogischen Materialien zu Afghanistan, Flucht und unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.
Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, der Dr. Buhmann Stiftung, der Landeshauptstadt Hannover und dem Haus der Kulturen Göttingen. Weitere Angaben zur Produktion stehen im Archiv des boat people projekts.